Willkommen auf meiner Homepage

Foto: Claudia Rahlmeier

Ich heiße Martina Nuber, bin 1986 geboren und habe 2008 begonnen als mobile Reitlehrerin und Bereiterin zu arbeiten. Seit dem Abschluss meines Biologiestudiums 2010 widme ich mich hauptberuflich der klassischen Reitkunst.

Es ist mir wichtig, mich ständig weiterzuentwickeln. Dabei sind die Pferde meine alltäglichen Lehrmeister - ich lerne immer wieder Neues von meinen eigenen Pferden, aber auch von den Pferden meiner Schüler. Inzwischen habe ich auch öfter Gelegenheiten, mein Reiten und den Ausbildungstand meiner Pferde von hervorragenden Reitern und Pferdemenschen wie Hans-Walter Dörr, Marc de Broissia, Manolo Mendez, Klaus Krzisch oder Eduardo Almeida kontrollieren zu lassen. Mittlerweile habe ich durch das Unterrichten sehr verschiedene Pferde mit sehr unterschiedlichen Stärken und Schwächen kennenlernen dürfen. Ich arbeite nicht strikt nach einer bestimmten Lehre, sondern versuche, individuell für jedes Pferd und jeden Reiter den passenden Ausbildungsweg zu finden.

Zu Besuch bei Hans-Walter Dörr

Meine ersten Reiterfahrungen sammelte ich als kleines Mädchen auf dem Ponyhof. Ich hatte bereits ein Buch übers Reiten gelesen, und so schwang mich ohne Sattel auf das nächstbeste Pony und versuchte, das Gelesene umzusetzen - was auch halbwegs funktionierte. Da ich mir keinen regelmäßigen Reitunterricht leisten konnte, arbeitete ich auch als ich mit 12 Jahren meine erste Reitbeteiligung ergatterte, nach dem selben Prinzip. Am Anfang war ich ein reiner Wald- und Wiesen-Reiter, denn mit der Dressur, so wie sie nach der FN im allgemeinen gelehrt wird, konnte ich nichts anfangen - sie erschien mir damals schon unlogisch. So ritt ich lieber stundenlang aus und genoss die Zweisamkeit mit meinem Pferd.

Über das Lesen verschiedener Bücher und einem Besuch bei Hans-Walter Dörr landete ich irgendwann bei der klassischen Reitkunst. Endlich eine Lehre, die für mich Sinn machte - und so las ich weiter und probierte es aus. Bald merkte ich, dass die Pferde mit der Zeit immer angenehmer zu reiten wurden, je mehr ich mit ihnen übte. Das Gefühl eines aufmerksamen, durchlässigen Pferdes, welches schon auf feinste Hilfen reagiert, entpuppte sich als geradezu süchtigmachend. Jetzt wusste ich wohin ich wollte und versuchte so viel wie möglich über die Reitkunst zu lernen.

Foto: Sonja Wilde

Am vierten November 2008 fasste ich den Mut, mir mein erstes eigenes Pferd zu kaufen. So trat Rocky als mein bis dahin bester Lehrmeister in mein Leben. Rocky ist ein sehr intelligentes Pferd, welches stets nach den Wünschen seines Reiters lauscht. Durch seinen für die Dressur recht nachteiligen Körperbau brauchte er eine lange Phase der Gymnastizierung, um überhaupt in die Lage zu kommen, manche Lektionen ausführen zu können. Rocky hat mir beigebracht, mit den körperlichen Grenzen eines Pferdes umzugehen und zu warten, bis es die nötige Kraft hat.

Foto: Sonja Wilde

Bei Geronimo, den ich am 28ten Februar 2010 kaufte, verhielt es sich genau umgekehrt. Er war von Natur aus kräftig und gut gebaut, so dass er mit Leichtigkeit viele Lektionen ausführen konnte, ohne dass ich ihn dafür sonderlich lange gymnastizieren musste. Bei ihm war eher das Problem, dass er sich schnell aufregte und sich nur kurz konzentrieren konnte. Er neigt schnell dazu, auf Autopilot zu schalten und weder nachzudenken noch zuzuhören, obwohl er eigentlich nicht dumm ist. Oft klappen bei ihm Lektionen plötzlich nicht mehr, weil er sich ablenken lässt, oder die Konzentrationsfähigkeit schon erschöpft ist. Geronimo hat mir verdeutlicht, dass es nicht nur körperliche, sondern auch psychische Grenzen gibt, die respektiert werden müssen. Aber auch das ist zu einem großen Teil Übungssache, und auch Geronimo ist inzwischen schon viel gelassener und konzentrierter, als zu dem Zeitpunkt, als ich ihn zu mir holte.